Die Petrikirche, die Pfarrkirche von Cölln. 1237 zuerst erwähnt. Der Westturm war ein Feldsteinbau. Eine dreischiffige Hallenkirche mit einschiffigem Chor. Friedrich Wilhelm 1. ließ durch den Hofbaumeister Grael einen Neubau des Turmes 1727 aufführen. Durch einen dreifachen Blitzstrahl wurde 1730 der Turm, der noch vom Baugerüst umgeben war, getroffen und in Brand gesetzt.Der brennende Turm stürzte auf die Kirche und vernichtete diese und 4 umliegende Häuser. An eine Wiederherstellung war nicht zu denken. Grael bekam den Auftrag, die Kirche wieder aufzubauen. Nach dem königlichen Wunsche sollte der Turm höher werden als der des Strassburger Münsters. Da Grael nach Ansicht Friedrich Wilhelm 1. zu langsam arbeitete die Verzögerungen ergaben sich aus Grundarbeiten und der Wasserbewältigung - trat Gerlach an Graels Stelle. 1734 stürzte der fertige Turm ein. Die Kirche wurde 1730 nicht wieder auf derselben Stelle errichtet, sondern nach der Brüderstraße hingerückt. Der Grundriß zeigte eine Verbindung von Saal- und Zentralkirche. Der Bau wurde von Gerlach und dem Holländer Titus Favre fortgeführt. Beim Tode Friedrich Wilhelms 1. war der Turm noch nicht vollendet. In diesem Zustande blieb er bis 1809, als Turm und Kirche durch eine Feuersbrunst zerstört wurden. 1846 bis 1852 ist das Gotteshaus neu gebaut worden. Hinter ihr und am Hundemarkt lag die Cöllnische Stadtschule bis zum Brande von 1730.